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Stundensatz-Rechner – wissen, was deine Stunde kosten muss

Vier Werte, ein Ergebnis: Trag deine Jahreskosten, produktiven Stunden und Zuschläge ein – der Rechner zeigt dir sofort einen Richtwert für deinen Stundensatz. Kostenlos, ohne Anmeldung, nichts wird gespeichert.

Dein Stundensatz in vier Eingaben.

Die Formel: Jahreskosten × (1 + Ausfallzuschlag), geteilt durch die produktiven Stunden – mal (1 + Gewinnzuschlag). Alles wird direkt bei dir im Browser gerechnet.

Dein Richtwert-Stundensatz
– / Stunde

Gib oben deine vier Werte ein – der Richtwert erscheint hier sofort.

Richtwert nach vereinfachter HWK-Formel – keine Steuer- oder Rechtsberatung; der Stundensatz-Rechner in der Meisterview-App rechnet mit deinen echten Kalkulationsdaten.

Ratgeber: Stundensatz-Kalkulation im Handwerk

Warum dein Stundensatz nicht dein Lohn ist

Viele Handwerker setzen den Stundensatz mit dem Stundenlohn gleich – und verschenken dabei jeden Monat Geld. Hinter jeder verrechenbaren Stunde stehen Kosten, die du bezahlst, ob dein Team nun beim Kunden ist oder nicht: Lohn und Lohnnebenkosten, Werkzeug und Maschinen, Fahrzeuge und Kraftstoff, Miete, Versicherungen, Büro, Software und Weiterbildung. All diese Gemeinkosten muss jede abgerechnete Stunde mitverdienen. Wer sie weglässt, subventioniert seine Kunden aus eigener Tasche.

Hinzu kommen die Stunden, die gar nicht abgerechnet werden können: Urlaub, Krankheit, Feiertage, Rüstzeiten, Fahrtzeiten und Angebotsarbeit. Von den rund 1.700 Arbeitsstunden eines Vollzeitbeschäftigten bleiben realistisch oft nur 1.200 bis 1.400 produktive Stunden. Genau dafür ist der Zuschlag für Ausfallzeiten da: Er verteilt die Kosten der unproduktiven Zeit auf die Stunden, die du tatsächlich verkaufen kannst.

Typische Fehler bei der Stundensatz-Kalkulation

Der häufigste Fehler ist die Rechnung mit dem Lohn allein. Fast ebenso teuer: eine unrealistische Auslastung annehmen, also so kalkulieren, als wäre jeder Mitarbeiter das ganze Jahr verrechenbar. Weitere Klassiker: Der Gewinn wird als Rest behandelt, der am Jahresende übrig bleibt, statt von Anfang an einkalkuliert zu werden. Und viele Betriebe passen ihre Sätze jahrelang nicht an, während Löhne, Material und Energie steigen.

Deshalb: Kalkuliere mit deinen Zahlen, nicht mit Branchen-Durchschnittswerten. Der Rechner oben gibt dir einen Richtwert – belastbar wird er, wenn du echte Jahreskosten aus deiner Buchhaltung einsetzt und die produktiven Stunden aus deiner Zeiterfassung.

Deckungsbeitrag: Was von deinem Stundensatz übrig bleibt

Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten – Material, Fremdleistungen – von deinem Umsatz bleibt. Er muss deine fixen Kosten decken und am Ende Gewinn erwirtschaften. Jede Stunde, die unter dem Deckungsbeitrag verkauft wird, kostet dich Geld. Die Rechnung lohnt sich auch rückwärts: Nimm deinen Stundensatz, zieh die variablen Kosten ab, und rechne nach, wie viele Stunden du mindestens verkaufen musst, damit der Betrieb schwarze Zahlen schreibt – deine Gewinnschwelle.

Ein gesunder Stundensatz enthält immer drei Bausteine: die echten Kosten je Stunde, einen Zuschlag für die Stunden, die du nicht verkaufen kannst, und einen Gewinnzuschlag für Rücklagen, Investitionen und Risiko. Fehlt einer davon, trägst du das Risiko allein – und das merkt man spätestens, wenn eine Maschine ausfällt oder ein Projekt länger dauert als geplant.

Die Nachkalkulation zeigt dir, ob dein Richtwert in der Praxis trägt: Vergleiche geplante und tatsächliche Stunden am Projektende. Weicht die Realität dauerhaft ab, stimmen entweder deine Annahmen oder deine Abläufe nicht – beides gehört regelmäßig geprüft. In der Meisterview-App läuft genau diese Rechnung mit deinen echten Kalkulationsdaten, Position für Position.

Häufige Fragen zum Stundensatz

Wie hoch ist ein üblicher Stundensatz im Handwerk?

Pauschale Branchenwerte helfen wenig – Lohnniveau, Region und Kostengerüst unterscheiden sich von Betrieb zu Betrieb. Rechne lieber mit deinen eigenen Zahlen. Beispiel: 90.000 € Jahreskosten, 1.400 produktive Stunden, 10 % Ausfallzuschlag und 15 % Gewinnzuschlag ergeben rund 81 € pro Stunde – als Rechenbeispiel, nicht als Marktpreis.

Was zählt zu den produktiven Stunden?

Nur die Stunden, die du Kunden berechnen kannst. Urlaub, Krankheit, Feiertage, Rüst- und Fahrtzeiten zählen nicht dazu – sie deckst du über den Zuschlag für Ausfallzeiten. Am einfachsten ermittelst du die Zahl aus deiner Zeiterfassung.

Warum reicht der Lohn als Stundensatz nicht?

Weil er weder Gemeinkosten noch Ausfallzeiten noch Gewinn enthält. Wer zum Lohn abrechnet, zahlt Büro, Fahrzeuge und Urlaub aus eigener Tasche – und baut keine Rücklagen für Investitionen auf.

Ist das Ergebnis eine verbindliche Kalkulation?

Nein. Der Rechner zeigt einen Richtwert nach vereinfachter HWK-Formel. Für eine belastbare Kalkulation brauchst du deine echten Zahlen – der Stundensatz-Rechner in der Meisterview-App rechnet mit deinen Kalkulationsdaten. Bei Fragen zu Steuern oder Rechtsform sprich mit deinem Steuerberater.

Rechne mit deinen echten Zahlen.

In Meisterview kalkulierst du Angebote auf Basis deiner Stunden-, Material- und Gemeinkosten – und siehst vor dem Angebot, ob sich das Projekt lohnt.

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