Gewerke

Malersoftware: vom Angebot bis zur Abnahme in einem System

Eine Malersoftware verbindet, was im Malerbetrieb zwischen Anfrage und Zahlungseingang anfällt: Flächen und Positionen, Angebot mit Qualitätsstufen, Einsatzplanung, Zeiten, Baustellenfotos, Abnahme und Rechnung. Meisterview ist eine Handwerkersoftware im Browser, die im Malerbetrieb des Gründers entstanden ist und dort täglich läuft. Angebote mit Q2- oder Q3-Positionen, Plantafel, Zeiterfassung, Bautagebuch, Abnahmeprotokoll mit Unterschrift, Abschlags- und Schlussrechnung und das Kundenportal liegen in einem System, bedienbar auch per Sprachassistent.

Meisterview für Maler

Meisterview bildet die Abläufe ab, die auf jeder Malerbaustelle wiederkehren, vom ersten Ortstermin bis zum Abnahmeprotokoll. Entwickelt wurde es im eigenen Betrieb, damit Büroarbeit nicht den Feierabend frisst.

Flächen & Angebot

Wandflächen, Decken, Türen, Fenster: Aus einem Grundriss liest die KI Räume und bemaßte Flächen ab, du prüfst die Werte und ordnest sie Positionen zu. Q2 und Q3 legst du als eigene Positionen an. So sind Qualität und Preis von Anfang an eindeutig.

KI-Positionsvorschau eines Angebotsentwurfs in Meisterview mit Mengen, Preisen und Nettosumme
Aufnahme aus der App · Beispieldaten

Fassadenprojekte

Gerüstzeiten, Witterung, mehrere Flächen: Bei Fassadenprojekten behältst du Termine, Positionen und Nachträge in einem Projekt im Blick, nicht verteilt auf Zettel und Telefonnotizen.

Zeiterfassung in Meisterview mit Stempeluhr und Projektauswahl
Aufnahme aus der App · Beispieldaten

Bautagebuch

Wann wurde welche Fläche gestrichen, wann stand das Gerüst? Das Bautagebuch hält Wetter, Fortschritt und Vorkommnisse mit Fotos fest. Daraus entstehen saubere Berichte.

Bautagebuch-Tagesansicht in Meisterview: noch keine Einträge, Aktion „Neuer Eintrag“
Aufnahme aus der App · Beispieldaten

Mängel nach VOB & BGB

Mängel legst du mit Foto, Beschreibung, Frist und Status im Projekt an und verfolgst sie bis zur Behebung. Nachvollziehbar für dich, deinen Kunden und im Streitfall.

Leere Mängelübersicht in Meisterview mit Filter und Aktion „Neuer Mangel“
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Abnahmeprotokoll

Das Abnahmeprotokoll unterschreiben Auftragnehmer, Auftraggeber und Zeugen digital auf dem Gerät. Es wird Teil der Bauakte, und die Gewährleistungsfrist startet sauber dokumentiert.

Angebot im Kundenportal von Meisterview mit Gesamtbetrag und Entscheidungsbereich
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Kundenportal

Deine Kunden geben Angebote und Nachträge digital frei, ohne App. Jede Freigabe landet mit Zeitstempel in der Projektakte.

Kundenportal in Meisterview: Code-Anmeldemaske mit Beispieladresse, ohne geöffneten Inhalt
Aufnahme aus der App · Beispieldaten

So läuft ein Malerauftrag in Meisterview: von der Anfrage bis zur Rechnung

Ein typischer Auftrag im Malerbetrieb hat sieben Stationen. Hier steht für jede Station, welche Funktion in Meisterview sie trägt und wo du selbst prüfen musst. Die Reihenfolge stammt aus dem Malerbetrieb des Gründers, in dem Meisterview täglich läuft.

  1. 1. Anfrage annehmen

    Die Anfrage kommt per Telefon, WhatsApp, E-Mail oder über das Formular auf deiner Website. Im gemeinsamen Posteingang liegen alle Kanäle in einer Liste, Sprachnachrichten kommen als Text an. Die Anfrage-Auswertung ordnet sie dem passenden Gewerk zu, und dein Büro sieht, wer sie übernommen hat.

  2. 2. Besichtigen und Maße aufnehmen

    Vor Ort fotografierst du Wände, Decken und Untergrund. Liegt ein Grundriss als Bild oder PDF vor, lädst du ihn in den Angebotseditor. Die KI liest Räume und bemaßte Flächen ab, geschätzt wird nichts. Du prüfst die Werte und ordnest sie Positionen zu. Abzüge für Fenster und Türen rechnest du nach den Regeln, die im Vertrag gelten.

  3. 3. Angebot mit Qualitätsstufen schreiben

    Positionen kommen aus deinem Katalog, aus Vorlagen oder aus einem KI-Entwurf. Spachtelarbeiten in Q2 oder Q3 legst du als eigene Positionen an, ebenso Grundierung, Untergrundvorbehandlung und Schutzmaßnahmen. Die Kalkulation rechnet Lohn, Material und Zuschläge. Liegt der Preis unter deinem Mindest-Deckungsbeitrag, schlägt die Ampel an, und mit aktivierter Versandsperre geht das Angebot nur mit deiner Freigabe raus.

  4. 4. Angebot versenden und annehmen lassen

    Das Angebot geht als Link per E-Mail oder WhatsApp an den Kunden. Er liest es am Handy, nimmt online an und unterschreibt digital. Bei Privatkunden stellt das Kundenportal Widerrufsbelehrung und BGB-Vertrag als PDF bereit. Den Status jedes Angebots siehst du in der Übersicht.

  5. 5. Kolonne und Material planen

    In der digitalen Plantafel ziehst du Maler auf Baustellen, siehst Urlaub, Krankheit und die Feiertage aller 16 Bundesländer und erkennst, wann sich Termine überschneiden. Den Wochenplan gibt es als PDF für den Aushang. Für mehrsprachige Teams übersetzt Meisterview die Plantafel-Einträge in die Sprache des Mitarbeiters.

  6. 6. Ausführen und dokumentieren

    Dein Team stempelt mobil am Projekt, auch ohne Empfang. Im Bautagebuch landen Wetter, Leistungen, Personal und Fotos; aus Chat, Fotos und Sprache bereitet die KI einen Tagesbericht vor, den du freigibst. Stellst du fest, dass der Untergrund nicht trägt, nutzt du die Vorlage für die Bedenkenanzeige. Zusätzliche Flächen schickst du als Nachtrag ins Kundenportal zur Freigabe.

  7. 7. Abnehmen und abrechnen

    Das Abnahmeprotokoll unterschreiben Auftragnehmer, Auftraggeber und Zeugen auf dem Gerät, es wird Teil der Bauakte. Offene Punkte legst du als Mangel mit Foto, Frist und Status an. Dann folgt die Schlussrechnung: Meisterview rechnet pauschale oder kumulierte Abschläge an, erstellt auf Wunsch eine XRechnung und gibt die Daten per DATEV-Export an den Steuerberater. Mahnungen bleiben Entwurf, bis du sie freigibst. Nach dem Projekt vergleichst du in der Nachkalkulation Ist-Kosten und Kalkulation.

Fachwissen für Malerbetriebe: Aufmaß, Q-Stufen und Fassade

Software ersetzt keine Fachkenntnis. Drei Themen entscheiden im Malerbetrieb besonders oft darüber, ob ein Auftrag Geld bringt oder Ärger. Die Hinweise sind allgemein gehalten; maßgeblich sind dein Vertrag und die vereinbarten Regelwerke.

Aufmaß und Abrechnung nach VOB/C, ATV DIN 18363

Ist die VOB/B vereinbart, gelten für Maler- und Lackierarbeiten die Abrechnungsregeln der ATV DIN 18363 aus der VOB/C. Sie legen fest, wie Flächen gemessen werden und welche Öffnungen übermessen werden. Bei Abrechnung nach Flächenmaß werden kleinere Öffnungen und Aussparungen bis zu einer festgelegten Einzelgröße übermessen, in der geltenden Fassung bis 2,5 m². Leibungen, Fensterbänke oder Heizkörpernischen rechnest du je nach Leistungsbeschreibung gesondert.

Beim Privatkunden ohne VOB gilt, was ihr vereinbart. Schreib deshalb ins Angebot, ob nach Wandfläche, nach Raum oder pauschal abgerechnet wird. Meisterview rechnet die Abzugsregeln der DIN 18363 nicht automatisch; die Mengen in den Positionen legst du fest, und die Grundriss-Auswertung liefert dafür die bemaßten Flächen als Ausgangswert.

Qualitätsstufen und Untergrund im Angebot festhalten

Die Qualitätsstufen Q1 bis Q4 beschreiben, wie eben eine gespachtelte Fläche sein muss. Je höher die Stufe, desto mehr Arbeitsgänge und desto empfindlicher die Fläche im Streiflicht. Wer Q3 anbietet und Q2 ausführt, hat einen Mangel; wer Q2 anbietet und der Kunde erwartet Q3, hat einen Streit. Eigene Positionen je Stufe machen die vereinbarte Qualität für beide Seiten lesbar.

Den Untergrund musst du vor Beginn prüfen. Ist er nicht geeignet, etwa wegen Feuchtigkeit, losem Altanstrich oder Rissen, meldest du Bedenken nach § 4 Abs. 3 VOB/B schriftlich an, beim BGB-Vertrag folgt die Hinweispflicht aus dem Werkvertragsrecht. In Meisterview gibt es dafür eine Vorlage im Bautagebuch, und Fotos vom Zustand vor Arbeitsbeginn liegen mit Datum im Projekt.

Fassade: Wetter, Gerüst und Standzeit

Fassadenanstriche hängen an der Witterung. Verarbeitungstemperatur und Trocknungszeit stehen im technischen Merkblatt des Herstellers, und bei Regen, Frost oder praller Sonne leidet das Ergebnis. Halte im Bautagebuch fest, an welchen Tagen nicht gearbeitet werden konnte und warum. Das hilft, wenn später über Bauzeit oder Gerüststandzeit gesprochen wird.

Das Gerüst ist bei Fassaden oft ein eigener Kostenblock, gestellt vom Gerüstbauer als Subunternehmer oder Vorleistung. Über das Subunternehmer-Portal reichen Partner Angebote, Berichte und Rechnungen ein, und Mängel gibst du per Partner-Link weiter.

Was Meisterview für Maler heute abdeckt

Die Tabelle trennt, was auf den Funktionsseiten belegt ist, von dem, was Meisterview heute nicht bietet. Welche Bereiche in deinem Paket freigeschaltet sind, steht auf der Preisseite.

Bedarf im MalerbetriebStandMeisterview heute
Angebot mit Q2 und Q3 als eigene PositionenJaPositionen aus Katalog, Vorlage oder KI-Entwurf, frei benennbar.
Flächen aus einem Grundriss übernehmenJaDie KI liest Räume und bemaßte Flächen aus Bild oder PDF ab. Du prüfst die Werte.
Aufmaß mit automatischen Abzugsregeln nach DIN 18363Heute nichtNicht als Funktion beschrieben. Mengen legst du in den Positionen fest.
Kalkulation mit Stundensatz und NachkalkulationJaLohn, Material, Zuschläge, Stundensatz-Rechner nach HWK-Schema, Deckungsbeitrags-Ampel.
Plantafel für mehrere BaustellenJaIn Profi und Komplett enthalten, für Start als Zusatzmodul.
Bautagebuch, Bedenkenanzeige, Abnahme mit UnterschriftJa12 VOB-Berichtstypen, Abnahmeprotokoll mit Unterschrift auf dem Gerät.
Kumulierte Abschlagsrechnung und SchlussrechnungJaBereits gestellte Abschläge rechnet Meisterview automatisch an.
XRechnung und Daten für den SteuerberaterMit EinschränkungXRechnung erstellen und empfangen, DATEV-Export. Eine DATEV-Direktschnittstelle gibt es nicht.
GAEB-Ausschreibungen und HerstellerkatalogeJaGAEB-Import und -Export, DATANORM 4/5 und CSV-Katalogimport.
Farbtöne je Raum verwalten, Anbindung an MischsystemeHeute nichtNicht als eigene Funktion beschrieben.
Native App für iPhone und AndroidHeute nichtMeisterview läuft im Browser und lässt sich als PWA auf dem Handy installieren.

Stand Oktober 2026, Grundlage sind die Funktionsseiten und die Preisseite. Neue Funktionen kennzeichnet Meisterview auf der Website als „Neu“, angekündigte als „In Kürze“.

Malersoftware im Vergleich: was sich nachprüfen lässt

Ranglisten wie „die beste Malersoftware“ helfen selten weiter, weil jeder Betrieb anders arbeitet. Nachprüfbar sind Preise, Testbedingungen und die Art der App. Ein Beispiel aus unserem Plancraft-Vergleich: Plancraft nennt für das Business-Paket 59,90 € netto im Monat bei jährlicher und 74,90 € bei monatlicher Vorauszahlung, inklusive eines Büro-Nutzers, dazu 7 Testtage und eine native mobile App (laut plancraft.com, Stand 10/2026).

Meisterview kostet im Paket Start 29 € netto im Monat, bei Jahreszahlung 23,20 €, mit einem Büro-Nutzer und zwei mobilen Nutzern. Testen kannst du 14 Tage ohne Zahlungsdaten. Eine native Store-App gibt es nicht, Meisterview ist eine installierbare Web-App. Ob dir eine native App oder ein Kundenportal und Subunternehmer-Portal wichtiger ist, entscheidest du an deinem Ablauf.

Weitere sachliche Vergleiche mit Quelle und Stand-Datum stehen unter HERO-Alternative, ToolTime-Alternative und Word und Excel ablösen. Wechselst du von einem anderen Anbieter, gilt der Wechselbonus.

Worauf du bei der Auswahl einer Malersoftware achten solltest

Die folgende Liste ist neutral gemeint. Nimm sie mit in jede Demo, egal bei welchem Anbieter, und spiel einen echten Auftrag aus deinem Betrieb mit Musterdaten durch.

  1. Positionen und Qualitätsstufen. Lassen sich Q-Stufen, Untergrundvorbehandlung und Schutzmaßnahmen als eigene Positionen mit eigenen Texten anlegen?
  2. Weg vom Aufmaß ins Angebot. Wie kommen Maße ins Angebot, und welche Abrechnungsregeln rechnet das Programm selbst, welche du?
  3. Arbeit auf der Baustelle. Native App oder Browser, und was funktioniert ohne Empfang? Teste das im Keller oder Treppenhaus, nicht im Büro.
  4. Dokumentation. Gibt es Bautagebuch, Bedenkenanzeige und Abnahmeprotokoll mit Unterschrift, und liegen die Fotos am Projekt?
  5. Abrechnung. Rechnet die Software kumulierte Abschläge an, erstellt sie XRechnungen, und wie kommen die Daten zum Steuerberater?
  6. Schnittstellen. GAEB für Ausschreibungen, DATANORM für Kataloge, Export deiner Daten bei einem späteren Wechsel.
  7. Kosten über die Laufzeit. Grundpreis, Preis je weiterem Nutzer, Zusatzmodule, Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist zusammenrechnen, nicht nur den Einstiegspreis.
  8. Datenschutz. Gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, und wo werden die Daten gespeichert? Lass dir das schriftlich geben.

Sprachassistent im Maleralltag

Auf der Leiter oder mit Farbe an den Händen tippt niemand gern. In Meisterview drückst du die Sprechtaste, F2 am Rechner oder den Knopf am Headset, und sagst einen Satz. Diese Beispiele zeigt auch die Startseite:

  • „Neues Angebot für die Hausverwaltung aus Elmshorn: Treppenhaus streichen, drei Etagen.“ Meisterview sucht den Kunden per Stichwort, fragt nach, ob Wände und Decken gemeint sind, und legt Positionen mit Summe an. Vor dem Versand kommt die Rückfrage.
  • „Tagesbericht: Wände gespachtelt, zwei Fotos.“ Im Projekt entsteht ein Tagesbericht mit Datum, Text und Fotos. Der Eintrag lässt sich rückgängig machen.
  • „Wer ist morgen wo?“ Die Plantafel für morgen öffnet sich. Ob das Team per WhatsApp informiert wird, entscheidest du.
  • „Was ist noch offen?“ Meisterview zeigt offene Aufgaben, etwa Material bestellen, beim Angebot nachfassen oder einen Mangel prüfen.

Namen und Orte in den Beispielen sind erfunden. Ein Aktivierungswort gibt es nicht. Wie der Sprachassistent arbeitet und wo seine Grenzen liegen, steht auf der Seite Handwerkersoftware mit Sprachsteuerung.

Ratgeber: Malerarbeiten, Angebot, Abnahme und Mängel

Ein Malerprojekt beginnt selten auf der Baustelle, sondern mit dem Aufmaß. Wer Flächen, Untergründe und Zuschnitte sauber erfasst, legt die Grundlage für ein Angebot, das später hält. Die folgenden Abläufe begleiten dich in Meisterview vom ersten Ortstermin bis zur Abnahme.

Praxis: Flächen, Positionen, Fassaden

Beim Aufmaß entscheidet sich, ob dein Angebot später trägt. Halte jede Fläche mit Untergrund und Maßen fest; liegt ein Grundriss vor, liefert die KI-Auswertung die bemaßten Flächen als Ausgangswert für deine Positionen. Die Qualitätsstufen Q2 und Q3 legst du als eigene Positionen an, damit der Kunde sieht, welche Oberflächenqualität er zu welchem Preis bekommt. Fassadenprojekte planst du mit Gerüstzeiten, Witterung und Nachträgen in einem Projekt, und das Bautagebuch hält fest, wann welche Fläche bei welchem Wetter bearbeitet wurde. Für die Abnahme heißt das: Das Protokoll mit offenen Punkten und Unterschrift liegt in der Bauakte. Nachträge schickst du zur Freigabe ins Kundenportal. Was der Kunde dort bestätigt, ist dokumentiert und nicht nur mündlich auf der Baustelle besprochen. Fotos vom Untergrund vor und nach der Arbeit sichern dich ab, falls später über den Zustand gestritten wird.

Arbeitest du mit öffentlichen Auftraggebern oder nach VOB, gelten ergänzende Regeln: Mängelanzeigen vor Ablauf der Verjährungsfrist nach § 13 VOB/B, die Abnahme auf Verlangen und die gemeinsame Feststellung des Zustands nach § 4 VOB/B. Auch hier hilft die lückenlose Projektdokumentation. Wer wann geprüft, gerügt und behoben hat, steht mit Datum und Foto in der Akte statt auf losen Zetteln im Bulli. Genauso wichtig ist die Dokumentation von Nachträgen: Wer zusätzliche Flächen nur mündlich vereinbart, trägt das Risiko, sie später nicht vergütet zu bekommen.

Recht: Abschläge, Abnahme, Mängelrüge

Malerleistungen sind Werkleistungen, es gilt das Werkvertragsrecht. Abschlagszahlungen für erbrachte Teilleistungen, etwa eine fertig gestrichene Etage, kannst du nach § 632a BGB verlangen. Die Abnahme regelt § 640 BGB: Erst mit ihr wird die Vergütung fällig, und die Gewährleistungsfrist beginnt. Setze deinem Kunden eine angemessene Frist zur Abnahme. Verstreicht sie ohne Angabe eines Mangels, gilt das Werk nach § 640 Abs. 2 BGB als abgenommen; bei Verbrauchern nur, wenn du auf diese Folge in Textform hingewiesen hast. Rügt dein Kunde Mängel, ist das die Aufforderung zur Nacherfüllung nach § 635 BGB. Dokumentiere Befund, Ursache und Behebung mit Fotos im Projekt. Bei Arbeiten an Bauwerken beträgt die Gewährleistungsfrist nach BGB fünf Jahre, bei Arbeiten an beweglichen Sachen zwei Jahre. Welche Frist im Einzelfall greift, solltest du mit fachlicher Beratung klären.

Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Er beschreibt typische Abläufe, wie sie in vielen Malerbetrieben vorkommen; dein konkreter Vertrag, deine AGB und der Einzelfall entscheiden. Bei Streitfragen rund um Abnahme, Abschläge, VOB oder Mängel hol dir fachlichen Rat. Meisterview sorgt dafür, dass deine Unterlagen dafür bereitliegen.

Häufige Fragen zur Malersoftware

Welche Software brauchen Maler?

Ein Malerbetrieb braucht eine Software, die Angebot, Einsatzplanung, Zeiten, Baustellendokumentation, Abnahme und Rechnung verbindet. Meisterview bildet diese Abläufe in einem System im Browser ab. Ob dir das reicht oder du zusätzlich ein Aufmaß- oder Farbtonprogramm brauchst, prüfst du im Test mit einem echten Auftrag.

Welche Malersoftware ist die beste?

Eine allgemeingültige beste Malersoftware gibt es nicht. Entscheidend sind dein Ablauf, die Größe deines Teams und die Funktionen, die du täglich brauchst. Nimm die Checkliste auf dieser Seite mit in jede Demo und vergleiche Anbieter an einem echten Auftrag.

Warum wurde Meisterview von Handwerkern entwickelt?

Meisterview stammt aus dem Malerbetrieb des Gründers Timo Brandt, Malermeister, in Hamburg. Dort wird es täglich eingesetzt. Entwickelt wird es von Handwerkern gemeinsam mit Softwareentwicklern, für das gesamte Handwerk. Die Maler-Abläufe wie Angebot mit Q-Stufen, Bautagebuch und Abnahmeprotokoll waren zuerst abgebildet.

Kann ich Q2- und Q3-Leistungen als eigene Positionen anlegen?

Ja. Du legst Qualitätsstufen wie Q2 oder Q3 als eigene Positionen in deinem Angebot an. So ist von Anfang an klar, welche Oberflächenqualität zu welchem Preis vereinbart ist.

Rechnet Meisterview das Aufmaß nach DIN 18363?

Nein, automatische Abzugsregeln nach DIN 18363 sind nicht als Funktion beschrieben. Aus einem Grundriss liest die KI Räume und bemaßte Flächen ab, die Mengen in den Positionen prüfst und legst du selbst fest.

Wie dokumentiere ich die Abnahme?

Mit dem Abnahmeprotokoll im Bautagebuch. Auftragnehmer, Auftraggeber und Zeugen unterschreiben digital auf dem Gerät, das Protokoll wird Teil der Bauakte. Offene Punkte legst du als Mangel mit Foto und Frist an.

Was passiert, wenn der Kunde nach der Abnahme Mängel meldet?

Du legst den Mangel mit Foto und Beschreibung im Projekt an und verfolgst Frist und Status bis zur Behebung. Die Historie ist dokumentiert und ist die Grundlage für deine Nacherfüllung. Auftraggeber können Mängel auch über einen Partner-Link ohne Login melden.

Wie viel nimmt ein Maler pro Stunde?

Eine seriöse Zahl für alle Betriebe gibt es nicht. Dein Stundensatz muss Lohn, Lohnnebenkosten, Gemeinkosten, Wagnis und Gewinn decken und hängt von deinen produktiven Stunden ab. Der kostenlose Stundensatz-Rechner auf meisterview.com zeigt ohne Anmeldung einen Richtwert nach einer vereinfachten HWK-Formel.

Gibt es eine kostenlose Malersoftware oder App?

Meisterview ist nicht kostenlos. Du kannst es 14 Tage kostenlos testen, ohne Zahlungsdaten, und arbeitest dabei zuerst mit Musterdaten. Danach kosten die Pakete 29 €, 69 € oder 149 € netto im Monat.

Was kostet Meisterview?

Meisterview gibt es in drei Paketen: Start 29 €, Profi 69 € und Komplett 149 € netto im Monat, bei Jahreszahlung 20 % günstiger. Es gelten 12 Monate Mindestlaufzeit, danach ist das Paket monatlich kündbar. Alle Preise und Zusatzmodule stehen auf /preise.

Verwalte deinen Malerbetrieb in einem System, vom Aufmaß bis zur Abnahme.

Lerne den Angebotsablauf zunächst mit Musterpositionen kennen. Preis und Funktionsumfang klären wir im schriftlichen Angebot.

14 Tage kostenlos testen, keine Zahlungsdaten nötig.